Tätowiert ihr alle Körperstellen ?

Generell ja.

Unsere Azubis nicht.

Azubis:

Unsere beiden Azubis konzentrieren sich in den ersten beiden Jahren hauptsächlich auf Motive an Armen und Beinen. Nach und nach werden sie auch die ein oder andere Körperstelle stechen, dies muss aber vorher unbedingt abgeklärt werden. Da jede Körperstelle anders behandelt werden muss ( beim Tattooprozess ) sind manche Stellen schwieriger zu tätowieren und andere Stellen einfacher. Da unsere Azubis dir trotz ihrer Ausbildung ein gutes Tattoo gewährleisten möchten, konzentrieren sie sich demnach erst einmal auf die Arme und Beine. Solltest du einen Tattoowunsch auf einer anderen Körperstelle haben, welches von einem Azubi gestochen werden soll, sei bitte nicht enttäuscht, wenn du darauf hin eine Absage für deine ausgewählte Körperstelle bekommst. Wir versuchen bestmöglich gewissenhaft zu arbeiten und das geht nur, wenn jeder sich beim Prozess sicher fühlt. 

Sarah, unsere Ladeninhaberin, hat die Nachbesserungspflicht, sollte ein Tattoo nicht so geworden sein, wie du es dir vorgestellt hast. Dies kann passieren und deswegen tätowieren unsere Azubis auch noch nicht zu den vollen Preisen. Scheue dich nicht, uns dies mitzuteilen, wenn du nicht ganz zufrieden bist, das passiert und ist menschlich. Wir finden gemeinsam eine Lösung und einen Ausbesserungstermin.

Kritische und schwierige Körperstellen:

Hände und Finger

Sei dir bewusst, dass dein Tattoo auf der Hand mit ziemlicher Sicherheit nachgestochen werden muss. Je nach Motiv und Größe, eventuell sogar mehr als einmal. Hände und Finger sind die Körperteile, bei dem sich am Schnellsten und Meisten die Hautschichten erneuern. Dies kannst du auch bei deinem Tattoo beobachten. Je feiner und kleiner das Tattoo ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es nachgestochen werden muss

Genauso eben bei den Fingern. Beachte bitte auch, das Fingertattoos kein Zuckerschlecken sind. Egal ob auf den Fingern, seitlich oder ein Palm Tattoo – es tut einfach weh. Dort verlaufen viele Nerven und die Hände sind ein sehr empfindlicher Teil des Körpers. 

In Zusammenfassung:

Hände / Finger:

Das sind schmerzhafte Stellen zum Tätowieren und müssen sehr wahrscheinlich nachgestochen werden

Füße:

Ebenso wie bei den Händen verlaufen bei den Füßen sehr viele Nerven. Demnach ist es eine sehr unangenehme Stelle und vielleicht nicht gerade für dein 1. Tattoo geeignet.

Kopf / Gesicht:

Diese Körperstellen sollten gut überlegt sein, da sie sofort sichtbar sind. Sei dir bewusst, dass du in der Gesellschaft wahrscheinlich etwas anders wahrgenommen wirst mit einem Gesichtstattoo. Vom Schmerzgrad her sind diese Stellen tatsächlich gut aushaltbar.

Rippen:

Eine beliebte Stelle bei unseren Kund*innen, aber auch schmerzhaft. Hier müssen wir direkt über die Knochen tätowieren, was viele Menschen als sehr unangenehm wahrnehmen. Sei dir bewusst, dass dies keine easy Stelle zum tätowieren ist und bitte um eine Pause, wenn du das Gefühl hast eine zu brauchen.

Hals und Dekolleté:

Körperstellen, die wir auch eher als schmerzhaft und gut überlegt einstufen. Wichtig zu beachten bei diesen Körperstellen ist, halte sie dir für größere Projekte frei, sodass du später nicht in die Bredouille gerätst und ein großes Projekt auf deinem Dekolleté haben möchtest, du dir aber vor Jahren eine kleinen Schriftzug dorthin stechen lassen hast und dieser nun gecovert oder eingebaut werden muss.

Leiste:

Die Leistengegend ist sehr empfindlich und die Haut hier sehr dünn. Es kommt schneller und häufiger zu Blow Outs und wir stufen diese Stelle als eher schmerzhafter ein.

Rücken:

Es kommt darauf an, ob du dir ein komplettes Backpiece stechen lässt oder eher an kleinen Motiven interessiert bist. An sich ist der Rücken eine super Stelle um zu tätowieren. Vergiss nicht, dass im Nackenbereich dein zentrales Nervensystem liegt, dort kann es eher schmerzhaft sein.

Achseln:

Wir sagen einfach nur: Aua und Vorsicht vor Blow outs !

Kniekehle: 

Same thing wie die Achseln.

Po:

Viele denken immer, dass der Po eine entspannte Stelle für ein Tattoo ist, da dort viel Fettgewebe ist. Falsch, ein Tattoo auf deinem Po tut weh, genau weil dort viel Fettgewebe ist. Es ist unangenehm, zieht und ist eher als schmerzhafte Stelle einzuschätzen.

Oberschenkel:

Die Oberschenkel eignen sich super für größere Motive. Vergiss hierbei bitte nicht, dass die Oberschenkel ein Körperteil sind, welches sehr gut durchblutet ist. Demnach kann es sein, dass du während dem tätowieren etwas mehr blutest, als an anderen Stellen. Zentral auf dem Oberschenkel ist es vom Schmerz her tatsächlich sehr gut auszuhalten, es wird unangenehm, wenn man seitlich von den Oberschenkeln tätowiert. Dies gilt auch für die hinteren Oberschenkel.

Knie:

Das Knie zu tätowieren zählt zu den eher schmerzhafteren Stellen. Es kann passieren, dass du bemerkst wie sich die Kniescheibe etwas verschiebt, aber es kann nichts passieren. Sei dir dem bitte bewusst. Diese Stelle ist prädestiniert für Blow Outs, da die Haut dort eher dünn und härter ist. Seitlich vom Knie und direkt unter dem Knie sind die schmerzhafteren Stellen, da man hier, unter anderem, wieder direkt auf dem Knochen tätowiert.

Ellenbogen:

Hier gilt dasselbe, wie bei einer Knie Tätowierung.

Innerer Oberarm / Innerer Oberschenkel:

Diese Stellen sind sehr empfindlich und schmerzhaft. Solltest du Probleme mit dem Bindegewebe haben, würden wir dir von diesen Stellen eher abraten.

Schienbein:

Trotz dessen, dass wir direkt auf Knochen tätowieren ist es vom Schmerz tatsächlich sehr gut aushaltbar.

Bauch:

Hierbei ist es wichtig, deine regelmäßige Atmung bei zu behalten und nicht die Luft anzuhalten ( sonst haben wir irgendwann ganz andere Probleme ) . Diese Stelle ist auszuhalten, aber die Tendenz geht eher in die schmerzhafte Richtung.

Underboob / Sternum:

Hierbei ist es wichtig, deine regelmäßige Atmung bei zu behalten und nicht die Luft anzuhalten. Diese Stellen sind sehr schmerzhaft. Versuche dich ruhig zu verhalten und den Schmerz zuzulassen und deine Atmung zu kontrollieren. Wir wissen, es tut weh, aber wenn du zappelst, kann es hier tatsächlich zu unschönen und unsymmetrischen Motiven kommen.

Kann man über Narben tätowieren?

Unsere generelle Antwort ist ja. 

Aber tatsächlich kommt es auch auf die Art der Narben an. 

Handelt es sich hierbei um vernarbte Wunden und Schnittverletzungen, welche nicht nach innen gehen, aber eventuell etwas wulstig sind können wir auf jedenfall darüber tätowieren. 

Handelt es sich um Op Narben, müssen wir uns die Narbe vor Ort ansehen. Sollte die Narbe nach innen gehen, ist es eher schwierig darüber zu tätowieren. Ist die Narbe normal verheilt und verwachsen, sollte dies kein Problem sein.

Dehnungsstreifen gelten auch als Narben und hierbei ist es kein Problem darüber zu tätowieren. Man muss nur vorsichtig sein, denn es können leicht Blow Outs entstehen.

Wichtig für dich zu wissen ist auch:

Es wird mehr wehtun als eine „ normale Tätowierung „ . Narbengewebe ist meist dicker, empfindlicher und wulstiger, demnach wird der Prozess für dich etwas schmerzhafter ( aber auszuhalten ) sein. Auch kann es passieren, dass deine Narbe in Kombination mit der Tattoofarbe bei Wetterumschwüngen oder warmen Wetter jucken oder etwas anschwellen.

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